ISBN 3-921866-82-0
1. Auflage 1999
114 Seiten
8 €
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Die schreckliche Bilanz der Aggressionen gegen Jugoslawien verlangt nach Erklärungen, die weiter greifen als das Tagesgeschehen. Der Autor ist dieser Frage auf den Grund gegangen und hat sie von allen Seiten her behandelt. Was sind die wahren Ursachen des Krieges? Ist es eine Krise Jugoslawiens oder die Krise seiner Angreifer? Sind es innere, sind es äußere Ursachen, oder beides? Ist Jugoslawien allein betroffen? Jugoslawien wirft auch die Frage auf, was Krieg überhaupt ist. Gerade im Fall Jugoslawien ist es augenfällig, dass die angeblichen Ziele des Krieges viel besser mit politischen Mitteln zu erreichen gewesen wären. Der Krieg wollte politische Lösungen verhindern. Daher wird die Frage grundsätzlich gestellt, was für eine Funktion der Militarismus hat. Vielen ist es offensichtlich nicht bewusst, dass der Krieg gegen Jugoslawien nicht erst 1992 begonnen hat. Er besteht seit 1875. Damals spielten die USA eine weit geringere Rolle als heute. Gegen Serbien führte Österreich 1914 wieder den Angriffskrieg, der rasch zu einem Weltkrieg wurde. Sehr bald trat Deutschland aus dem Hintergrund hervor und führte selbst den Krieg gegen die Entente. 1941 wird Jugoslawien von Deutschland besetzt. Die jetzt aufgezwungene Zerstückelung der Föderation erinnert fatal an die Teilung Jugoslawiens durch die Nazis. Nur während des Bestandes des Realsozialismus war dem Balkan eine Friedenszeit gegönnt. Der Niedergang des sozialistischen Ostblocks gab den Weg frei: Krieg gegen Jugoslawien ist wieder machbar. Mit Unterbrechung besteht er seit 125 Jahren. Nur gegen Jugoslawien?
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